Neuigkeiten rund ums Einlagern

Deshalb braucht man einen Lagerraum

Self Storage kennt man bei uns vor allem durch amerikanische Fernsehserien wie «Storage Wars». Hätten Sie gedacht, dass Sie Ihre Sachen auch im Rheintal auf «amerikanische Art» einlagern können? (Aus: Interview mit dem Inhaber Andreas Ospelt)

Deshalb braucht man einen Lagerraum

Gesicht Portrait InhaberVor 2 Jahren eröffnete Andreas Ospelt mit «Mein Lager Self Storage» das grösste Self Storage Lagerhaus in der Region Ostschweiz, Liechtenstein und Graubünden. Im Interview erklärt er, wer bei ihm einlagert, was eingelagert wird und wieso er davon überzeugt ist, dass jeder irgendwann im Leben einen temporären Lagerraum braucht.

Herr Ospelt, Sie betreiben ein Self Storage Lager in Rüthi. Was ist denn ein Self Storage Lager überhaupt?

Andreas Ospelt: Beim Self Storage mieten Sie einen Lagerraum für eine unbefristete Zeit, in dem Sie Ihre Sachen selber einlagern. Ähnlich wie bei einem Kellerabteil im Wohnhaus schliessen Sie die Lagerbox mit dem eigenen Schlüssel ab. Nur Sie haben Zutritt zu Ihren Sachen, und das von 6 Uhr bis 22 Uhr, jeden Tag. Das Lagergebäude ist beheizt, alarmgesichert und videoüberwacht – Komfort und Sicherheit wird bei uns grossgeschrieben.

Und wie kann man so ein Lagerabteil mieten?

Andreas Ospelt: die Anmiete ist sehr unkompliziert. Man kommt in unser Büro, sucht sich einen Lagerraum aus, unterschreibt den Mietvertrag und zahlt die erste Monatsmiete. Danach kann man sofort einlagern.

Das heisst Sie haben Mitarbeiter vor Ort?

Andreas Ospelt: Ja. Unser Büro ist täglich ausser Sonntags geöffnet. So kann man ohne Termin bei uns vorbeikommen und die Lagerräume besichtigen. Wir sind für unsere Mieter also täglich persönlich verfügbar – es gibt immer Fragen, die beantwortet werden möchten. Und nicht zuletzt schätzen unsere Mieter die «soziale Komponente» und kommen gerne auf einen Kaffee ins Büro. Denn viele Mieter befinden sich in einer sowieso schon strengen Situation mit Umzug, Auszug oder Dergleichen, da schätzt man einen Menschen vor Ort, der einem den Stress ein wenig lindern kann.

Angenommen, ich brauche die Lagerbox nicht mehr – wie läuft die Kündigung ab?Mehrere Lagerräume und Türen

Andreas Ospelt: Im Self Storage Geschäft ist Flexibilität sehr wichtig. Man hat nach dem ersten Mietmonat eine 2-wöchige Kündigungsfrist. Eine «Bindung» durch einen Mietvertrag gibt es bei uns nicht.

Wie lange mieten denn Ihre Mieter ein Lagerabteil?

Andreas Ospelt: Unser längster Mieter mietet nun schon 2 Jahre, die kürzeste Mietdauer war 1 Monat. Wir hatten auch schon Anfragen für die Miete von einer Woche – bei uns ist die Mindestmietdauer aber 1 Monat.

Wie gross ist so ein Lagerraum?

Andreas Ospelt: wir bieten Lagerräume von einem Quadratmeter bis zu 50 Quadratmetern an. Der «durchschnittliche» Mieter braucht einen Raum mit 5 Quadratmetern Fläche. Die Lagerräume sind mindestens 2.80 Meter hoch.

Was wird in so einem Lagerraum überhaupt eingelagert?

Andreas Ospelt: Das kann ich Ihnen nicht sagen, weil ich es nicht weiss. Es gibt Sachen, die man nicht einlagern darf wie Esswaren oder Gefahrengut, aber was jeder einzelne Mieter einlagert weiss nur der Mieter selber. In der Regel werden Möbel und Hausrat eingelagert, jedoch auch Sammlungen, Akten, Geschäftsinventar oder Werbegeschenke werden gerne bei uns untergebracht.

Wie viel kostet mich denn so ein Lagerraum?

Andreas Ospelt: Das fängt an bei Sfr. 46.30 im Monat und erhöht sich mit der Lagerraum Grösse. Durchschnittlich zahlen unsere Mieter in etwa Sfr. 180 im Monat.

Sie behaupten, dass jeder in seinem Leben irgendwann einen Self Storage Lagerraum braucht. Wieso sind Sie davon überzeugt?

Andreas Ospelt: Die meisten unserer Kunden haben eine einschneidende Veränderung in ihrer Lebens- und Wohnsituation zu lösen. Man bereist die Welt und muss seine Möbel irgendwo Lagergebäude Frontansichtunterstellen. Man renoviert das Eigenheim und muss während der Bautätigkeit ausräumen. Man trennt sich von seinem Partner und hat noch keine neue Wohnung. Man zieht von der alten Wohnung in einen Neubau – dieser ist jedoch noch nicht bezugsbereit. Es gibt unzählige Situationen, in denen ein temporäres Lager der «Helfer in der Not» ist. Und jeder von uns wird irgendwann in seinem Leben eine solche einschneidende Veränderung in seiner Lebens- und Wohnsituation haben, das gehört zum Leben dazu.

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